Größte Dürre in der Geschichte Brandenburgs

Bereits am 19.07.22 eröffnete Christian Sievers das heute journal mit den Worten: „Es kann sein, dass dies der kälteste Sommer ist, für den Rest unseres Lebens.“ Damit ist wohl gemeint, dass solche Hitzewellen in Zukunft eher ein Normalzustand sein werden. Danach warnt Katja Horneffer vor Trockenheit, Dürre, Erosion, Wasserdefizit, Starkregen und sinkenden Grundwasserspiegeln.

„Brandenburg erfährt gerade die größte Dürre in der Geschichte des Bundeslandes“ erklärt Sievers zwei Wochen später. (heute journal 04.08.2022)

 

Die Hitze kann zu Sonnenbrand-Schäden führen. Der Anbau unter Hagelnetz kann das Sonnenbrand-Risiko vermindern und Symptome abschwächen. Dabei gilt, je dunkler das Netz, desto niedriger die Schalentemperatur der Früchte. Ein Sommerschnitt sollte unter diesen Bedingungen vermieden werden. Eine klimatisierende Beregnung kann den Früchten Abkühlung verschaffen.

Bei Neuanlagen sollte auf geeignete Sorten geachtet werden. Die neue Sorte „HOT84A1“ kann extrem hohe Temperaturen tolerieren und ist widerstandsfähig gegenüber Sonnenbrand.

 

Die Dürre rückt auch das Thema Bewässerung in den Fokus.  Um Wasser zu sparen können bei Neupflanzungen Zuschlagstoffe beigefügt werden, die ein Vielfaches ihres Volumens an Wasser speichern können und so der Pflanze verfügbar machen. Gegen Wasserverlust durch Verdunstung können Mulchmaterialien, wie Grassilage oder Hackschnitzel, eingesetzt werden.

Neuanlagen sollten generell mit Bewässerungsmöglichkeit ausgestattet werden. Aber auch in Altanlagen ist es sinnvoll Bewässerungsmöglichkeiten zu schaffen. Um die Verfügbarkeit sicherzustellen, sollten Brunnen, Vorratsteiche oder Rückhaltebecken angelegt werden.


 

Sonnenbrand-Verbräunungen. OBVS, 25.07.2022 (Foto: Kathrin Brand)

Quellen:

heute journal 19.07.2022 https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-19-juli-2022-100.html
[08.08.2022]

heute journal 04.08.2022 https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-4-august-2022-100.html
[08.08.2022]

Wiebusch, Jan-Henrik. (2022). Maßnahmen zur Vermeidung von Sonnenbrand an Äpfeln. Vortrag Brandenburger Obstbautag 2022 (2. Branko Seminar). https://branko-bb.de/2022/03/01/brandenburger-obstbautag-26-01-2022-mit-2-branko-seminar-ein-bericht/

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/suess-und-saftig-trotz-hitze-hot84a1-ein-apfel-fuer-den-klimawandel/26102664.html
[08.08.2022]


https://opendata.dwd.de/climate_environment/CDC/

 

Cäsar, Hildegard. (2021). Wassermanagement im Obstbau: Entwicklung präventiver Maßnahmen für einen nachhaltigeren Umgang mit der endlichen Ressource Wasser. Vortrag Versuchs- und Kontrollring Mitgliederversammlung. (1. Branko Seminar) https://branko-bb.de/2021/11/17/1-branko-seminar-der-bericht/

 

Rueß, Dr. Franz. (2020). Auswirkungen der Klimaverschiebung auf den Obstanbau und das Spätfrostrisiko in der mittleren Neckarregion. https://www.hochstamm-deutschland.de/files/hochstamm/NEWS/PDFs/Auswirkungen_der_Klimaveraenderung_auf_den_Obstbau_am_Neckar.pdf [13.01.2022]

Eine Antwort

  1. Bis zum 14.08.2022 sind, im Jahr 2022, gerade einmal 213 mm Niederschlag in Müncheberg gefallen. Das sind 87 mm weniger als im gleichen Zeitraum im Jahr 2021. Die durchschnittliche Temperatur ist mit 11,2 °C um 1,4 °C höher als im Jahr 2021.

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