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Silizium für Bodenverbesserung

Am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.in Müncheberg wird gerade an einer Möglichkeit geforscht, das Wasserhaltevermögen der Böden und die Verfügbarkeit von Nährstoffen, mit amorphen Silikaten, zu steigern. Amorphes Silikat ist eine Siliziumverbindung die auch als Abfallprodukt in der Industrie anfällt. Ein großer Teil der Phosphordüngung bindet sich fest an Bodenpartikel und ist damit nicht für die Pflanze verfügbar. Amorphes Silikat löst den Phosphor und macht ihn damit verfügbar für die Pflanze. Der endliche Rohstoff Phosphor kann damit reduziert ausgebracht werden. Wenn man den obersten 20 cm des Bodens 1 % mehr Silikat zuführt, kann er 40 % mehr pflanzenverfügbares Wasser speichern. Dabei ist aber auch eine überhöhte Silikat Zugabe zu vermeiden, da es sonst zu Auswaschung kommen kann. In natürlichen Böden sind bis zu 7 % amorphes Silikat enthalten, durch die Ernte auf Nutzflächen verringert sich dieses Vorkommen auf oft weniger als 1 %. Silikate im Boden können außerdem für stabilere Pflanzen sorgen, welche weniger anfällig für Schädlinge sind. Amorphe Silikate könnten also in Zukunft ein gutes Mittel gegen Dürren sein und Rohstoffe bei der Düngung einsparen. Mit ersten Anwendungen kann allerdings erst in 5 Jahren (Stand 10/2021) gerechnet werden.

Quelle:  Schneider, H. & Schaller, J. 2021. Mit Silizium gegen die Dürre. Pressemitteilung ZALF. 

Jahr: 2021

Land: Deutschland, BB