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Klimaanpassung im Obstbau

Updated on 12. September 2022

Marmorierte Baumwanze

Gegen die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) sind chemisch-synthetische Mittel teilweise unzureichend. Auch Insektenschutznetze verhindern, bei hohen Populationsdichten, nicht das Eindringen in die Anlagen. Seit 2019 werden Eigelege von Baumwanzen überwacht, um unter Anderem die natürliche Ausbreitung von Gegenspielern wie z.B. Trissolcus mitsukurii, welche Ihrem Wirt aus Asien nach Europa gefolgt ist, zu erfassen. Vor allem ist die Samurai-Wespe (Trissolcus japonicus), welche in betroffenen Regionen in Norditalien bereits freigesetzt wurden, geeignet um die Population zu kontrollieren. Auch die heimische Antastatus bifasciatus parasitiert die Eigelege der Marmorierten Baumwanze. Die natürliche Parasitierung ist insgesamt bei ca. 20 %. Die häufigsten einheimischen Wanzenarten waren die Grüne Stinkwanze (Palomena prasina), die Grüne Reiswanze (Nezera viridula), die Beerenwanze (Dolycorus baccarum) und die Graue Feldwanze (Raphigaster nebulosa). Anastatus bifasciatus parasitiert sowohl invasive als auch einheimische Eigelege zu 3 – 10 % und ist damit ein Generalist. Andere parasitoide Arten gehören zu den Gattungen Trissolcus und Telenomus.

Quelle:  Flagiarda, M., Schmidt, S., Wolf, M. (2021). Die Marmorierte Baumwanze im Fokus: Die natürlichen Gegenspieler und Möglichkeiten der biologischen Bekämpfung. Obstbau: Das Fachmagazin. 08/2021. 456-458.

Jahr: 2021

Land: Italien, Bozen